Umschulung · Logistik

Fachkraft für Lagerlogistik

Sie nehmen Waren an, lagern sie richtig ein und bringen sie auf den Weg.

Umschulung Fachkraft für Lagerlogistik in Mannheim: Frau scannt ein Paket im Lager

Worum es geht

Fachkräfte für Lagerlogistik planen, wie Waren durch ein Lager fließen. Sie prüfen Lieferungen, buchen sie im System, stellen Sendungen zusammen und kümmern sich um Verpackung und Versand. Den Staplerschein machen Sie meist während der Umschulung.

Was Sie lernen

  1. Warenannahme und Kontrolle
  2. Lagerplanung und Kommissionierung
  3. Lagerverwaltungssysteme und Scanner
  4. Versand, Verpackung und Zoll
  5. Arbeitssicherheit und Staplerschein
  6. Praktikum in einem Betrieb

Die genauen Inhalte unterscheiden sich je nach Bildungsträger. Fragen Sie nach dem Lehrplan.

Das passt zu Ihnen, wenn …

  • Sie arbeiten gern körperlich und nicht nur am Schreibtisch.
  • Sie behalten auch bei viel Betrieb den Überblick.
  • Sie arbeiten sorgfältig.

Aussichten in Mannheim

Der Mannheimer Hafen gehört zu den größten Binnenhäfen Europas. Dazu kommen Logistikzentren entlang der A6 und A656. Fachkräfte werden hier regelmäßig gesucht.

Wo Sie das in der Region lernen können

Diese Träger haben das Angebot laut eigener Website in Mannheim oder Umgebung im Programm. Alphabetisch, ohne Wertung.

  • BZE MannheimI1, 3–4, 68159 Mannheim
    Zum Angebot
  • ComCave CollegeReichskanzler-Müller-Straße 21, 68165 Mannheim
    Zum Angebot
  • DAA Deutsche Angestellten-AkademieKaiserring 2–6, 68161 Mannheim
    Zum Angebot
  • EVB TrainingM7, 18, 68161 Mannheim
    Zum Angebot
  • IAL Institut für angewandte LogistikMannheim
  • IBB Institut für Berufliche BildungM7, 16–18, 68161 Mannheim
    Zum Angebot

Alle Bildungsträger ansehen

So geht es weiter

Sprechen Sie mit Ihrer Arbeitsvermittlung bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter. Dort klären Sie, ob die Umschulung für Sie gefördert werden kann. Wie die Förderung funktioniert

Ratgeber

Umschulung Fachkraft für Lagerlogistik: alles im Detail

Was Sie im Alltag tun

Ein Lager ist mehr als Regale. Ware kommt an, wird geprüft, eingelagert, wieder herausgesucht, verpackt und verschickt. Als Fachkraft für Lagerlogistik sind Sie an jeder dieser Stationen beteiligt. Sie kontrollieren Lieferscheine, zählen nach, achten auf Schäden und klären, was mit fehlerhafter Ware passiert. Sie stellen Aufträge zusammen, wählen die passende Verpackung und machen Sendungen fertig für den Lkw.

Dazu kommt Arbeit am Computer: Bestände prüfen und berichtigen, Lagerkennzahlen auswerten. Und es gibt Fahrzeugarbeit. Fachkräfte für Lagerlogistik bedienen Gabelstapler und sichern die Fracht gegen Verrutschen oder Auslaufen. Gearbeitet wird in Lagerhallen, in Kühlhäusern, zum Teil im Freien und im Büro.

Was Sie in der Umschulung lernen

Grundlage ist die Ausbildungsverordnung für den Lagerbereich vom 26. Juli 2004. Sie regelt zwei Berufe: Fachlagerist/-in (zwei Jahre) und Fachkraft für Lagerlogistik (drei Jahre). Eine neuere Fassung haben wir nicht gefunden. Der Ausbildungsrahmenplan nennt unter anderem diese Themen:

  • Annahme von Gütern: Begleitpapiere prüfen, auch nach Zoll- und Gefahrgutvorschriften, entladen, Menge und Qualität kontrollieren, Mängel bearbeiten, Leergut und Ladehilfsmittel zurückgeben.
  • Lagerung von Gütern: Güter kennzeichnen und sortieren, Lagereinheiten bilden, nach Lagerordnung einlagern, Qualität erhalten, Bestände prüfen und berichtigen, mit Lagerkennzahlen arbeiten.
  • Kommissionierung und Verpackung: Auftragsunterlagen prüfen, Güter nach festen Regeln entnehmen, Verpackung auswählen.
  • Versand: Sendungen für das vorgesehene Verkehrsmittel verladefertig bereitstellen.
  • Logistische Prozesse und Qualitätssicherung sowie Arbeitsorganisation, Information und Kommunikation.

Der Unterschied zum Fachlageristen zeigt sich vor allem in der Prüfung: Als Fachkraft sollen Sie Abläufe im Lager untersuchen und Lösungen für Probleme entwickeln, nicht nur Aufgaben ausführen.

Eine Umschulung in Vollzeit ist kürzer als die Ausbildung. Das Arbeitsförderungsrecht (§ 180 SGB III) sieht dafür in der Regel eine Verkürzung um mindestens ein Drittel vor. Bei drei Jahren Ausbildung sind das höchstens 24 Monate. In Teilzeit dauert eine Umschulung länger, bis zu 36 Monate. Inhalte und Prüfungsanforderungen bleiben dieselben wie in der Ausbildung (§ 60 Berufsbildungsgesetz). Sie lernen also denselben Stoff in weniger Zeit.

So läuft die Prüfung

Während der Umschulung gibt es eine schriftliche Zwischenprüfung (höchstens 90 Minuten), die Ihren Ausbildungsstand zeigt. Am Ende steht die Abschlussprüfung vor der IHK, die gleiche wie für Auszubildende. Sie hat vier Teile:

  • Praktische Arbeitsaufgaben (zwei Aufgaben, je 25 Prozent): zusammen höchstens fünf Stunden, bei manchen IHKs mit einem Fachgespräch von bis zu 15 Minuten. Bei der IHK Schwaben sind das zum Beispiel „Be- und Entladen“ mit Ladungssicherung (60 Minuten) und per Los „Wareneingang“ oder „Warenausgang“ (90 Minuten).
  • Prozesse der Lagerlogistik (schriftlich, 180 Minuten, 25 Prozent).
  • Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag (schriftlich, 90 Minuten, 15 Prozent).
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (schriftlich, 60 Minuten, 10 Prozent).

Die Praxis zählt also die Hälfte. Wichtig: Ist ein schriftlicher Teil oder eine der beiden praktischen Aufgaben „ungenügend“, ist die Prüfung nicht bestanden. Bei einem „mangelhaften“ schriftlichen Teil kann der Prüfungsausschuss eine mündliche Ergänzungsprüfung von etwa 15 Minuten ansetzen. Die genauen Abläufe unterscheiden sich etwas zwischen den Kammern. Fragen Sie bei der IHK nach, bei der Sie die Prüfung ablegen.

Was Sie mitbringen sollten – und was schwierig sein kann

Seien Sie ehrlich zu sich: Das ist ein körperlicher Beruf. Die Bundesagentur für Arbeit nennt eine gute körperliche Verfassung als Voraussetzung. Sie wechseln zwischen unbeheizten, zugigen Hallen, Kühlräumen, dem Freien und klimatisierten Büros. Wer Rücken- oder Gelenkprobleme hat, sollte vor der Entscheidung mit dem ärztlichen Dienst oder der Hausärztin sprechen.

Der Gabelstapler gehört fast immer dazu. Selbstständig fahren dürfen Sie ihn nur, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt, geeignet und ausgebildet sind und Ihre Befähigung nachgewiesen haben. Außerdem muss der Arbeitgeber Sie schriftlich beauftragen (DGUV Vorschrift 68). Die Ausbildung dafür, umgangssprachlich „Staplerschein“, endet mit einer Prüfung in Theorie und Praxis (DGUV Grundsatz 308-001). Fragen Sie beim Träger nach, ob der Staplerschein in der Umschulung enthalten ist.

Unterschätzen Sie den schriftlichen Teil nicht. Er zählt zusammen die Hälfte, und allein „Prozesse der Lagerlogistik“ dauert drei Stunden. Dazu kommt viel Stoff in kurzer Zeit, weil die Umschulung verkürzt ist. Wenn Sie lange nicht mehr gelernt haben, planen Sie feste Zeiten zum Üben ein. Hilfreich sind Sorgfalt und Freude an Ordnung.

Verdienst und Arbeitsmarkt

Was in diesem Beruf gezahlt wird, zeigt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, auch getrennt nach Bundesland, Alter und Geschlecht. Die Werte dort gelten für alle Beschäftigten im Beruf, auch für langjährige.

Verlässliche Zahlen zur Nachfrage speziell in der Region Mannheim haben wir nicht. Ihre Arbeitsagentur oder Ihr Jobcenter kann Ihnen sagen, wie die Lage vor Ort aussieht.

Häufige Fragen

Fachlagerist oder Fachkraft – was ist der Unterschied?

Beide Berufe regelt dieselbe Verordnung. Fachlagerist/-in dauert zwei Jahre, Fachkraft für Lagerlogistik drei Jahre und verlangt mehr Wissen über Abläufe und Qualitätssicherung. Laut Verordnung kann eine Ausbildung zum Fachlageristen im dritten Jahr als Fachkraft für Lagerlogistik fortgesetzt werden.

Ist die Prüfung für Umschüler leichter?

Nein. Sie legen dieselbe IHK-Prüfung ab wie Auszubildende und bekommen denselben Abschluss.

Brauche ich den Staplerschein schon vorher?

Eine solche Voraussetzung haben wir in den offiziellen Regeln nicht gefunden. Für das selbstständige Fahren im Betrieb brauchen Sie ihn aber. Klären Sie mit dem Träger, ob er Teil der Umschulung ist.

Quellen

Ihr nächster Schritt

Gut vorbereitet ins Beratungsgespräch

Mit unserer Checkliste wissen Sie, was Sie mitnehmen und was Sie fragen sollten.

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